Über das DeunerViertel
Rund 90 Hektar Fläche am Zweigkanal in Misburg: Das sind ehemalige Betriebsflächen der hannoverschen Erdöl-Raffinerie Deurag-Nerag, die dort zu Höchstzeiten weit mehr als zwei Millionen Tonnen Rohöl im Jahr verarbeitet hat. Das Areal ist seit der Stilllegung des Betriebs in den 1980er Jahren weitgehend ungenutzt. Und rückt jetzt wieder in den Fokus des Interesses: Partnerschaftlich wollen die Landeshauptstadt Hannover und das Unternehmen Deurag-Nerag – vertreten durch ExxonMobil – klären, ob das Areal saniert werden kann, um das Potenzial zur Stadtentwicklung und privaten wie gewerblichen Bebauung zu nutzen.
Unter der Devise „Report D“
geht es im ersten Schritt darum, für vollständige Transparenz zu sorgen. Denn das Gelände weist durch die ehemalige Produktion und die wiederholte Bombardierung während des Zweiten Weltkriegs sowohl Altlasten als auch Bombenblindgänger auf. Ziel einer ersten Phase des Entwicklungsprojektes ist daher eine sorgfältige Bestandsaufnehme und Analyse der Gegebenheiten vor Ort. Die Ergebnisse fließen in einen konkreten Sanierungsplan ein, der Maßnahmen zur Räumung von Kampfmitteln, Beseitigung von Altablagerungen sowie Wiederherstellung der Nutzbarkeit beinhaltet.