Ein Prozess in mehreren Phasen

Die Arbeit an der sogenannten Städtebaulichen Masterplanung für das Gelände der Erdöl-Raffinerie Deurag-Nerag GmbH (kurz: Deurag-Nerag) durchläuft bis Mitte 2027 Ziel ist eine sogenannte Vorzugsvariante. Diese dient als Konzept für eine mögliche Nachnutzung des Deurag-Nerag-Geländes. Diese dient als Grundlage, falls das Gelände tatsächlich saniert und realisiert würde.

Die Bürger*innen der Landeshauptstadt können sich aktiv an diesem Prozess beteiligen: In mehreren Öffentlichkeitsveranstaltungen gibt es die Gelegenheit, sich zu informieren und mit den Planer*innen und der Verwaltung in den Austausch zu treten.

Der Planungsprozess soll zwei Fragen beantworten:

  • Was für ein Stadt­bau­stein kann aus der Industrie­brache Deurag-Nerag-Gelände einmal werden?
  • Welcher Mehr­wert für Misburg und die Gesamt­stadt kann durch eine Ent­wicklung des Deurag-Nerag-Geländes entstehen?

Mehr Informationen zur Städtebaulichen Masterplanung gibt’s im Fragenkatalog weiter unten und auf  www.hannover.de

Luftbildaufnahme des ehemaligen Deurag-Nerag-Geländes (Quelle: LHH)
FAQ

Fragen und Antworten

Im Prozess werden viele unterschiedliche Themen gemeinsam betrachtet und es wird eine sogenannte Nutzungsstruktur erarbeitet. Das heißt, es wird geplant, wo auf dem Deurag-Nerag-Gelände einmal Wohnungen, Gewerbeflächen, Grünanlagen und Freiräume entstehen könnten. Außerdem wird geprüft, wie das potenziell zukünftige Stadtquartier in die Verkehrsinfrastruktur von Hannover-Misburg eingebunden werden kann. Auch umwelt- und klimabezogene Fragestellungen sind von großer Bedeutung.

Der Masterplanungsprozess wird etwa 1 ½ Jahre dauern. Er ist in mehreren Stufen aufgebaut und durchläuft vier aufeinander aufbauende Planungsphasen. In jeder Phase werden die Planungsinhalte konkreter. Ziel ist eine sogenannte Vorzugsvariante – sie dient als Rahmen für die künftige Nutzung der Fläche und Grundlage für weitere Planungen, falls das Gelände tatsächlich saniert und eine Nachnutzung realisiert wird.

Die Grafik zeigt den Prozessplan der Masterplanung Deurag-Nerag in vier Stufen. Planungsphase 1: Grundlagenermittlung. Planungsphase 2: Entwicklungsperspektiven. Planungsphase 3: Qualifizier-te Varianten. Planungsphase 4: Vorzugsvariante, Endbericht und Drucksachenpaket.

Der Planungsprozess der städtebaulichen Masterplanung Deurag-Nerag ist in vier Planungsphasen aufgebaut. Quelle: Landeshauptstadt Hannover.

In den Planungsphasen 2 bis 4 werden drei Öffentlichkeitsveranstaltungen stattfinden. In Planungsphase 3 wird es zudem eine Online-Beteiligung geben.

90 Hektar – mit dieser enormen Fläche hat das Gelände ein großes Potenzial für den Wohn- und Gewerbeflächenbedarf von Hannover. Wenn die Fläche tatsächlich neu entwickelt und nachgenutzt würde, kann daraus ein komplett neues Stadtquartier entstehen.

 

Außerdem befindet sich die Deurag-Nerag-Fläche an einem spannenden Punkt im stadtweiten Grün-und Freiraumsystem. Mit einer eventuellen Öffnung und Entwicklung der Fläche könnte ein großer Mehrwert für Misburg, Anderten und ganz Hannover geschaffen werden.

 

Am Misburger Stichkanal oder Mittellandkanal könnte die Lage am Wasser zur Schaffung von Angeboten und Aufenthaltsqualität genutzt werden: etwa zum Erholen, Spazieren gehen, Sport treiben.

Es könnten zudem Lücken im Rad- und Fußwegenetz geschlossen werden. Auch der neu entstehende Genamo-Badesee am östlichen Rand von Misburg könnte auf diese Weise besser an die Stadt und den Stadtteil angebunden werden.

Das Plangebiet (also der Betrachtungsraum) der Städtebaulichen Masterplanung ist etwas größer als das eigentliche Gelände der Erdöl-Raffinerie Deurag-Nerag GmbH. Es werden auch die angrenzenden Siedlungsbereiche sowie das Gewerbegebiet entlang der Kreisstraße betrachtet.

Das liegt daran: Das potenzielle neue Stadtquartier muss im Zusammenhang mit dem bestehenden Stadtteil Hannover-Misburg geplant werden. Das Gelände soll nicht als „Insel“ behandelt, sondern in die bestehenden Strukturen integriert gedacht werden. Denn die Verbindungen zwischen dem Gelände und dem Stadtteil Misburg spielen eine wichtige Rolle in der Planung.

Die Karte zeigt das Plangebiet in Hannover-Misburg. In der Mitte sind zwei zusammenhängende Flächen des Deurag-Nerag-Geländes, die orange hervorgehoben sind: das Deurag-Nerag-Nordgelände im oberen Bereich und das Deurag-Nerag-Südgelände im unteren Bereich. Beide Flä-chen sind durch einen Stichkanal voneinander getrennt und werden gemeinsam von einer gestri-chelten Linie als Plangebietsgrenze umschlossen. Die umliegenden Stadtteile Misburg Nord, Mis-burg Süd und das Stadtteilzentrum Meyers Garten sind als Beschriftungen eingetragen. Wichtige Verkehrsachsen umgeben das Plangebiet: im Westen der Mittellandkanal und die Hannoversche Straße, im Osten die Anderter Straße, im Süden die Güterbahnstrecke. Die Straße Am Seelberg ver-läuft im Norden des Geländes, die Kreisstraße im mittleren Bereich.

Die Städtebauliche Masterplanung wird im Fachbereich Planen und Stadtentwicklung erarbeitet. Unterstützt wird die Stadtverwaltung Hannover von dem Planungsbüro KCAP. Es erarbeitet die städtebaulichen Entwicklungsperspektiven und Entwürfe für das Gelände.

Raffiniert. Grün.
Lebendig.