Projekt DeunerViertel & Timing

Das Deurag-Nerag-Gelände ist circa 90 Hektar groß. Es liegt nördlich und südlich des Stichkanals. Wie viel Fläche davon für eine räumliche Entwicklung genutzt werden kann, ergeben die aktuell stattfindenden Untersuchungen und Analysen.

Das Projekt ist in zwei Phasen gegliedert. In der ersten Phase (ca. fünf Jahre) wird die Machbarkeit einer Entwicklung des Geländes untersucht. Dazu gehören u. a. weiterführende Untersuchungen, das Schließen von Erkenntnislücken sowie die Erarbeitung eines Sanierungs- und Kampfmittelräumkonzepts. Parallel dazu entsteht ein mögliches Nachnutzungskonzept für das Gelände – die sogenannte Städtebauliche Masterplanung.

Sofern auf diesen Grundlagen eine Entwicklung des Geländes weiterverfolgt wird, schließt sich eine zweite Phase an, in der die Sanierung umgesetzt werden kann. Für diese wird derzeit ein Zeitraum von rund zehn Jahren angenommen. Ein konkreter Startzeitpunkt lässt sich aktuell noch nicht benennen.

Die Entwicklung des Deurag-Nerag-Geländes erfolgt in zwei Phasen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können. In der ersten Phase wird das Gelände umfassend untersucht. Dazu gehören unter anderem Testfelder zur Erkundung möglicher Kampfmittel (Blindgänger) sowie die Auswertung und Bündelung bereits vorliegender Erkenntnisse zu Altlasten in einer sogenannten Bestands- und Defizitanalyse. Auf dieser Grundlage können bei Bedarf weitere gezielte Untersuchungen durchgeführt werden. Parallel dazu wird im Rahmen der Stadtentwicklung ein Konzept für die zukünftige Nutzung des Geländes erarbeitet (städtebauliche Masterplanung). Am Ende der ersten Phase liegt ein Vorschlag für die zweite Phase vor, der alle wesentlichen Informationen zur weiteren Umsetzung bündelt. Dieser dient den Projektbeteiligten als Entscheidungsgrundlage, ob und in welcher Form das Projekt fortgeführt wird.

Das Projektteam DeunerViertel setzt sich aus verschiedenen Partnerinnen zusammen: der Landeshaupt Hannover und der Erdöl-Raffinerie Deurag-Nerag GmbH als Grundstückseigentümerin, die durch ExxonMobil vertreten wird. Hinzukommen die zuständigen Behörden der Region Hannover.

In Phase 1 ist die Eigentümerin Deurag-Nerag verantwortlich. Die Verantwortlichkeiten in Phase 2 werden im Rahmen der ersten Projektphase ermittelt. Für die Sanierungsarbeiten werden voraussichtlich eine Entwicklungsgesellschaft und die beauftragten Unternehmen verantwortlich sein.

Ein Betreten des Geländes ist nur in Abstimmung mit der Grundstückseigentümerin möglich. Ohne Befugnis ist das Betreten des Privatgeländes verboten. Das Gelände ist zu Verkehrssicherungsgründen umzäunt und überwacht.

Eine Industriebrache ist ein ehemals industriell genutztes Grundstück, das heute brach liegt und keine aktive Nutzung mehr hat. So auch beim Deurag-Nerag-Gelände. Die Raffinerie wurde in den 1930er-Jahren gebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie immer wieder bombardiert. Nach dem Krieg war die Deurag-Nerag-Raffinerie bis in die 1980er Jahre in Betrieb. Danach wurden nur die oberirdischen Gebäude abgerissen. Geblieben sind also unterirdische Strukturen, teils versiegelte Böden und Altlasten. Aus diesen Gründen ist das Gelände für die Öffentlichkeit nicht frei zugänglich und entsprechend umzäunt und überwacht.

Stadtentwicklung & Infrastruktur

Im Zuge der Stadtentwicklung entsteht in der aktuellen Phase ein Nachnutzungskonzept für das Gelände – eine sogenannte Städtebauliche Masterplanung. Dieser ist gleichzeitig ein Rahmenplan – er bildet also den Rahmen für die künftige städtebauliche Entwicklung des Areals. Rechtverbindliche Festsetzungen, etwa zum Verlauf neuer Straßen, werden allerdings erst in künftigen Bebauungsplänen getroffen. Für beides wird es Beteiligungsmöglichkeiten geben.

Nördlich des Hafens sollen u. a. Wohnbauflächen, südlich des Hafens und der Kreisstraße sollen Gewerbeflächen entstehen. Zudem planen wir Grün- und Erholungsflächen. Ein mögliches Nachnutzungskonzept wird zurzeit ausgearbeitet und diskutiert.

Dazu ist heute noch keine Angabe möglich. Beantwortet werden kann diese Frage erst nach Abschluss der Phase 1 auf Basis eines städtebaulichen Nachnutzungskonzeptes.

Diese Aussage kann erst nach Abschluss der Phase 1 auf Basis eines Gewerbeflächenkonzeptes beantwortet werden. Das Gelände bietet Potenzial für die Mischung aus produzierendem, forschungs- und hafenaffinem Gewerbe sowie Industrie. Mit der Städtebaulichen Masterplanung werden wir die Voraussetzungen für moderne und zukunftsträchtige Gewerbeansiedlungen und eine möglichst flexible gewerblich Nutzung erarbeiten.

Nein, dazu ist derzeit keine Aussage möglich. Bei den aktuellen Planungen liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Fuß- und Radwegenetz sowie auf der Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Hinzu kommen die Nähe zum Misburger Hafen sowie der direkte Anschluss an das Schienen- und Wasserstraßennetz für Gewerbeverkehre. Die Verkehrsplanung ist Bestandteil des Städtebaulichen Masterplanprozesses und wird durch einen Verkehrsgutachter unterstützt.

Dazu ist heute noch keine Angabe möglich. Beantwortet werden kann diese Frage nach Abschluss der Phase 1 auf Basis eines städtebaulichen Konzeptes.

Ziel einer möglichen Entwicklung ist keine vollständige Versiegelung, sondern eine nachhaltige und klimaangepasste Entwicklung. Teil des städtebaulichen Konzeptes ist daher auch die Landschaftsplanung. Grünflächen sind also vorgesehen. Wo diese Flächen liegen könnten, kann nach Abschluss der Projektphase 1 auf Basis eines städtebaulichen Konzeptes konkretisiert werden.

Nach dem Rückbau der Raffinerie wird das Tanklager auch heute noch weiter genutzt. Per Pipeline wird in das Tanklager Rohöl aus norddeutschen Fördergebieten eingelagert. Danach wird es in Eisenbahnkesselwagen verladen und zu Raffinerien transportiert. Die Fläche des Tanklagers wird in die städtebauliche Konzeption berücksichtigt.

Beteiligung

Die Anwohnenden und Bürger*innen werden über Beteiligungsformate eingebunden. Die aktuellen Formate finden Sie stets hier auf der Website. Die direkten Anwohnenden werden zudem anlassbezogen über die Aktivitäten auf dem benachbarten Grundstück informiert.

Der Rat trifft die grundsätzlichen Entscheidungen von Seiten der Stadt. So entscheidet er gemeinsam mit der Grundstückseigentümerin Deurag-Nerag nach der ersten Phase des Projektes, ob ein Vertragsabschluss und die Sanierung erfolgen können.

Die zuständigen Behörden werden regelmäßig informiert und bei Bedarf eingebunden. Beispiele sind die untere Naturschutz-, Boden­schutz-, Abfall- und Wasserbehörde der Region Hannover.

Auf dieser Seite stellen wir fortlaufend Informationen und Erkenntnisse zum Projekt bereit. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gern an: kontakt@deunerviertel.de. Wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen zurück.

Umwelt

Ein zentrales Anliegen des Projektes ist der Schutz von Natur, Artenvielfalt und Stadtklima. Wir folgen dabei dem Ziel „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“, demzufolge Städte und Gemeinden vorrangig Brachflächen, Lückengrundstücke und Bestandsgebäude im bereits besiedelten Bereich nutzen und entwickeln, bevor neues Bauland am Stadtrand oder in der freien Landschaft ausgewiesen wird. Bei dem Gelände der ehemaligen Raffinerie handelt es sich um eine Industriebrache. Durch die potenzielle Sanierung haben wir also die Chance, dringend benötigten Wohnraum und Wirtschaftsflächen mit ökologischen Anliegen zu verbinden: Wenn wir die ungenutzte Industriefläche mitten in der Stadt sanieren würden, könnten wir besonders schützenswerte Freiräume und Naturräume vor Zersiedelung schonen.

Auf dem Gelände hat sich in den vergangenen Jahrzehnten eine Vegetationsstruktur entwickelt, die Lebensraum für verschiedene Tierarten bietet. Daher arbeiten wir seit Projektbeginn eng mit der Unteren Naturschutzbehörde und externen Fachbüros zusammen. 2025 haben wir eine umfassende Untersuchung der Flora und Fauna durchführen lassen. Für diese Kartierungsstudie wurden eine gesamte Vegetationsperiode sowie eine komplette Aktivitäts- und Reproduktionsperiode betrachtet – sowohl auf dem Süd- als auch auf dem Nordgelände. Die Ergebnisse werden aktuell für die naturschutzrechtlichen Belange ausgewertet. Liegt die finale Auswertung für das Gelände vor, fließt diese in Abstimmung mit den zuständigen Behörden in die weiteren Planungen ein und bildet eine wichtige Grundlage für weitere arten- und naturschutzrechtliche Maßnahmen. Die Flächen der aktuell in Bearbeitung befindlichen vier Testfelder wurden vorab ausgewertet. Die Ergebnisse wurden hierbei bereits berücksichtigt und die entsprechenden naturschutzrechtlichen Genehmigungen entsprechend eingeholt. Die Arbeiten für die Testfelder wurden u. a. durch eine ökologische Baubegleitung freigegeben.

Das Biotop befindet sich im Bereich der verfüllten Mergelgrube und ist Bestandteil des städtebaulichen Gesamtkonzepts für das Deurag-Nerag-Areal. In diesem Zusammenhang werden neben Wohn- und Gewerbenutzungen auch die Grün- und Freiflächen sowie landschaftsplanerische Belange berücksichtigt. Ziel ist es, das Biotop so weit wie möglich zu erhalten und in die künftige Entwicklung zu integrieren.

Seit Projektbeginn arbeiten wir eng mit der Unteren Naturschutzbehörde und externen Fachbüros zusammen. Eine umfassende Untersuchung der Flora und Fauna fließt in die Planung ein. Ein Waldgutachten mit Ausgleichsmaßnahmen bei Umwidmung liegt vor. Die ökologische Baubegleitung muss bei den aktuellen Untersuchungen alle Eingriffsmaßnahmen freigeben. Alle erforderlichen Genehmigungen werden vorab von den zuständigen Behörden der Region Hannover eingeholt.

Kampfmittel, Testfelder & Evakuierung

Die Deurag-Nerag-Raffinerie war im Zweiten Weltkrieg ein bedeutendes Angriffsziel der Alliierten. Bekannt sind 14 große Luftangriffe auf die Raffinerie, mit etwa 4.000 bis 5.000 Bombenabwürfen. Grundsätzlich schätzt man, dass bei solcher Art Angriff etwa 10 Prozent der Kampfmittel als Blindgänger im Boden bleiben. In der Nachkriegszeit waren zwar häufig Feuerwerker zur Bergung von Kampfmitteln tätig, deren konkrete Arbeit wurde jedoch nicht ausreichend dokumentiert. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass auf dem Gelände noch Kampfmittel und Blindgänger zu finden sind. Um einen Sanierungsplan für die Deurag-Nerag-Flächen aufstellen zu können, müssen wir besser verstehen, wie viele Blindgänger und sonstige Kampfmittel in welchem Zustand im Boden sein könnten. Dafür nutzen wir in der ersten Phase des Projekts unter anderem Testfelder, um Menge und Beschaffenheit möglicher verbliebener Kampfmittel beurteilen zu können.

In einem ersten Schritt legen wir aktuell vier sogenannte Testfelder an. Konkret handelt es sich um vier Flächen von 30×30 Metern sowie zusätzlich notwendigen Arbeits- und Lagerflächen. Dort werden Gehölze und Wildwuchs zurückgeschnitten und gegebenenfalls entfernt. Dann werden die Testfelder nacheinander schichtenweise abgetragen und beprobt. Das Ziel: Es sollen fundierte Erkenntnisse über die örtlichen Untergrundstrukturen sowie Menge und Beschaffenheit von Kampfmitteln im Boden gewonnen werden. Die Herausforderung: Im Boden sind viele Strukturen verblieben wie unter anderem Kabel, Leitungen, Fundamente und Keller. Mit den Testfeldern soll ermittelt werden, wie im Falle einer möglichen Sanierung am besten damit umzugehen ist.

Es wurden Luftbilder aus den Kriegsjahren und historisches Material durch ein Sachverständigenbüro ausgewertet. Allerdings wurde die Deurag-Nerag-Raffinerie im Zweiten Weltkrieg immer wieder bombardiert. Als kriegswichtige Industrie wurde sie auf Geheiß der Militärführung noch während des Kriegs stets wieder auf- und umgebaut. Einschlagslöcher sind so teilweise nicht mehr zu sehen. Auch wurde nicht ausreichend dokumentiert, wie und ob Blindgänger während des Kriegs und in der Nachkriegszeit gefunden und entfernt wurden. Es ist also nicht umfassend bekannt, was 80 Jahre nach dem Krieg noch wo an Kampfmitteln im Boden liegt. Unklar ist auch, welchen Zustand diese haben, wie und ob sie durch die Wiederaufbauarbeiten verlagert bzw. geräumt wurden oder wie tief sie liegen. Dadurch sind Methoden wie eine reine Luftbildauswertung in diesem Fall nur unzureichend. Technische Erkundungen mittels Testfeldern sind dafür möglicherweise ein geeigneteres Mittel. Das wird derzeit geprüft.

Auf dem Gelände werden aufgrund der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg immer noch einige Blindgänger erwartet. Solange nicht aktiv in den Boden eingegriffen wird, geht keine aktuelle Gefahr von den Blindgängern aus. Für die jetzigen Arbeiten waren die für die Kampfmittelthematik zuständigen Stellen der Stadtverwaltung in die bisherigen Abstimmungen involviert und begleiten auch eng die technischen Untersuchungen. Vorgefundene Kampfmittel werden durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) und unter Begleitung der Feuerwehr Hannover als zuständige Gefahrenabwehrbehörde bewertet.

Alle gefundenen Kampfmittel werden durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) unter Begleitung der Feuerwehr Hannover bewertet, denn sie ist die zuständige Gefahrenabwehrbehörde. Nicht transportfähige Kampfmittel werden unter Beachtung der entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen vor Ort unschädlich gemacht. Möglicherweise wird es erforderlich sein, Sperrmaßnahmen und Evakuierungen durchzuführen. Im Bedarfsfall kommunizieren wir das so früh wie möglich. Wir möchten die Auswirkungen für die Anwohnenden so gering wie möglich halten. Wir folgen dabei den bewährten und erfahrenen Vorgehensweisen der Feuerwehr.

Unser Ziel ist es, die Anzahl von Evakuierungen möglichst gering zu halten. Ob und wie viele Evakuierungen es geben wird, können wir noch nicht sagen. Sobald auf dem Grundstück ein möglicher Blindgänger festgestellt wird, übernimmt unverzüglich die Feuerwehr der Landeshauptstadt Hannover bzw. der Kampfmittelräumdienst die Einsatzleitung. Die weiteren Schritte sowie sämtliche Entscheidungen erfolgen dann nach den Vorgaben und Abläufen der zuständigen Behörden und Einsatzkräfte. Die Deurag-Nerag ist als Grundstückseigentümerin in diesem Fall nicht entscheidungsbefugt.

Im Falle einer geplanten Evakuierung werden alle betroffenen Haushalte und Unternehmen durch eine mehrsprachige Informationsbroschüre informiert, die gezielt im jeweiligen Evakuierungsbereich verteilt wird. Zur Bevölkerungswarnung und Information wird außerdem die App KATWARN genutzt. Zusätzlich wird bei Evakuierungen ein Bürgertelefon eingerichtet (0800 – 731 31 31). Die lokalen Medien (Zeitungen, Radio etc.) werden umgehend informiert und berichten. Vor Beginn sowie während einer Evakuierung fahren Lautsprecherwagen durch das betroffene Gebiet und weisen auf die Evakuierung sowie auf verfügbare Betreuungsstellen hin. Ergänzend informieren Einsatzkräfte die Anwohnenden im Evakuierungsbereich persönlich, indem sie von Haus zu Haus gehen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Altlasten & Sanierung

Im Boden auf dem Gelände sind Altlasten und unterirdische Strukturen der alten Deurag-Nerag-Raffinerie vorhanden. Die Altlasten gelangten zu einem Teil produktionsbedingt in den Untergrund: Auf dem Gelände wurden von 1931 bis 1986 Rohöle verarbeitet. Der größte Teil der Altlasten ist jedoch eine Folge des Zweiten Weltkriegs: Aufgrund der Bombeneinschläge gelangten Mineralöle aus der Raffinerie in den Boden. Hinzukommt: Die Deurag-Nerag-Raffinerie war ein bedeutendes Angriffsziel der Alliierten und wurde trotz wiederholter Bombardierungen immer wieder aufgebaut – teils ohne ausreichende Dokumentation. Nach der Schließung der Fabrik 1986 erfolgte der Rückbau lediglich oberirdisch – Leitungen, Gleise, Fundamente, Keller und Schächte verblieben im Boden.

Die Altlasten stammen also aus dem langjährigen Betrieb, möglichen Schäden von Produktionsanlagen wie Lagertanks u. ä. im Zuge der Bombardierungen, unterirdischen Strukturen und künstlichen Auffüllungen. Wenn wir das Gelände für Wohnen und Gewerbe nutzen wollen, müssen wir dies berücksichtigen.

Es besteht keine Gefahr, denn das Gelände ist umzäunt und überwacht. Der unbefugte Zutritt ist verboten. Auf dem Gelände befinden sich unterirdische Strukturen, die teilweise überwuchert oder schwer erkennbar sind. Bei Betreten besteht ein Verletzungsrisiko. Auch dann, wenn auf den ersten Blick keine offensichtlichen Gefahrenstellen sichtbar sind. Das Betreten des Privatgeländes ist ohne Erlaubnis nicht zulässig.

Außerdem sind weitere Sicherungsmaßnahmen aktiv. Mit Spundwänden und Fangdrainagen halten wir austretende Wässer zurück. Eine Kläranlage bereitet das Wasser auf.

Derzeit werden die Befunde aus den vielen vorangegangenen Studien in einer Bestandsaufnahme gebündelt. Auf dieser Basis erfolgt eine Defizitanalyse, um festzustellen, welche Informationen uns noch fehlen. So können wir weitere erforderliche Untersuchungen zielgerichtet durchführen lassen. Parallel untersuchen wir u.a. mittels Testfeldern den Zustand der vorhandenen Kampfmittel und das Vorgehen bei einer möglichen Räumung. Auf Grundlage eines nach Vorlage aller relevanten Erkenntnisse zu erstellenden Sanierungs- und des Kampfmittelräumkonzeptes wird entschieden, ob das Gelände tatsächlich saniert und entwickelt wird.

In der aktuellen Phase nutzen wir für Zufahrten zum Betriebsgelände die Deurag-Nerag-Straße, die Nienhagener Straße, bzw. die Kreisstraße. Unser Bestreben ist es, die Auswirkungen auf die umgrenzende Nachbarschaft so gering wie möglich zu halten. Es wird angestrebt, dass bei einer möglichen Sanierung möglichst viel unbelastetes Material oder gereinigter Boden vor Ort weiter genutzt werden kann. So sollen der Transport von neuem Boden und den Abtransport belasteter Böden möglichst minimiert werden. Um den LKW-Verkehr möglichst gering zu halten, prüfen wir außerdem, ob wir den Hafen nutzen können, um große Transportmengen über den Wasserweg und das Schienennetz abzuwickeln. Für genauere Aussagen benötigen wir die Ergebnisse der ersten Projektphase und den Sanierungsplan.

Finanzierung

In der ersten Projektphase planen wir gemeinsam eine mögliche Kampfmittelräumung und Altlastensanierung. Die Kosten für die aktuellen Untersuchungen, unter anderem für die Testfeldräumung und -evaluation, trägt die Erdöl-Raffinerie Deurag-Nerag GmbH. Das Gesamtkonzept für die Entwicklung der Fläche – die sogenannte städtebauliche Masterplanung – finanziert die Landeshauptstadt Hannover.

Die Projektpartnerinnen bemühen sich fortlaufend um Fördermittel.

Das ist noch nicht klar, da der Sanierungsaufwand noch nicht feststeht. Wir planen allerdings, Fördermittel einzuwerben.

Raffiniert. Grün.
Lebendig.