Raffiniert. Grün.
Lebendig.
Die erste Phase des Entwicklungsprojekts DeunerViertel in Hannover.
Vom Industrieareal zum Lebensmittelpunkt? 
Das DeunerViertel erkundet das Potenzial einer nachhaltigen Stadtentwicklung auf dem ehemaligen Industriegelände in Hannover-Misburg.
Klarheit für das
Rund 90 Hektar Fläche am Zweigkanal in Misburg: Das sind ehemalige Betriebsflächen der hannoverschen Erdöl-Raffinerie Deurag-Nerag, die dort zu Höchstzeiten weit mehr als zwei Millionen Tonnen Rohöl im Jahr verarbeitet hat. Das Areal ist seit der Stilllegung des Betriebs in den 1980er Jahren weitgehend ungenutzt. Und rückt jetzt wieder in den Fokus des Interesses: Partnerschaftlich wollen die Landeshauptstadt Hannover und das Unternehmen Deurag-Nerag – vertreten durch ExxonMobil – klären, ob das Areal saniert werden kann, um das Potenzial zur Stadtentwicklung und privaten wie gewerblichen Bebauung zu nutzen.
Häufige Fragen
Was passiert auf dem Gelände?
Wir prüfen derzeit das Entwicklungspotenzial des Deurag-Nerag-Geländes für die Stadtentwicklung. Hannover benötigt dringend zusätzlichen Wohnraum und weitere Gewerbeflächen. Das seit über 40 Jahren ungenutzte Gelände im Stadtgebiet könnte hierfür eine wichtige Lösung bieten. Die Landeshauptstadt Hannover und die Erdöl-Raffinerie Deurag Nerag GmbH untersuchen daher gemeinsam, wie das Areal künftig für Wohnen, Gewerbe sowie attraktive Grün- und Freiflächen genutzt werden kann. Für eine solche Nachnutzung gelten jedoch deutlich strengere Anforderungen als bisher – insbesondere im Hinblick auf mögliche Altlasten und Kampfmittel (Blindgänger). Das bedeutet: Bevor das Gelände entwickelt werden kann, muss es umfassend untersucht und voraussichtlich saniert werden. Aktuell werden deshalb technische Untersuchungen durchgeführt, um geeignete Sanierungsverfahren zu ermitteln. Zudem wird ein Konzept für den möglichen Ablauf der Sanierung sowie der Kampfmittelräumung erarbeitet. Ziel dieser ersten Projektphase ist es, eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen. Auf dieser Basis wird anschließend entschieden, ob und wie das Gelände künftig saniert und entwickelt wird.
Wie lange dauert das Projekt?
Das Projekt ist in zwei Phasen gegliedert. In der ersten Phase (ca. fünf Jahre) wird die Machbarkeit einer Entwicklung des Geländes untersucht. Dazu gehören u. a. weiterführende Untersuchungen, das Schließen von Erkenntnislücken sowie die Erarbeitung eines Sanierungs- und Kampfmittelräumkonzepts. Parallel dazu entsteht ein mögliches Nachnutzungskonzept für das Gelände – die sogenannte Städtebauliche Masterplanung.
Sofern auf diesen Grundlagen eine Entwicklung des Geländes weiterverfolgt wird, schließt sich eine zweite Phase an, in der die Sanierung umgesetzt werden kann. Für diese wird derzeit ein Zeitraum von rund zehn Jahren angenommen. Ein konkreter Startzeitpunkt lässt sich aktuell noch nicht benennen.
Warum planen Sie die Sanierung und Entwicklung in zwei Phasen?
Die Entwicklung des Deurag-Nerag-Geländes erfolgt in zwei Phasen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können. In der ersten Phase wird das Gelände umfassend untersucht. Dazu gehören unter anderem Testfelder zur Erkundung möglicher Kampfmittel (Blindgänger) sowie die Auswertung und Bündelung bereits vorliegender Erkenntnisse zu Altlasten in einer sogenannten Bestands- und Defizitanalyse. Auf dieser Grundlage können bei Bedarf weitere gezielte Untersuchungen durchgeführt werden. Parallel dazu wird im Rahmen der Stadtentwicklung ein Konzept für die zukünftige Nutzung des Geländes erarbeitet (städtebauliche Masterplanung). Am Ende der ersten Phase liegt ein Vorschlag für die zweite Phase vor, der alle wesentlichen Informationen zur weiteren Umsetzung bündelt. Dieser dient den Projektbeteiligten als Entscheidungsgrundlage, ob und in welcher Form das Projekt fortgeführt wird.
Wer ist am Projekt beteiligt?
Das Projektteam DeunerViertel setzt sich aus verschiedenen Partnerinnen zusammen: der Landeshaupt Hannover und der Erdöl-Raffinerie Deurag-Nerag GmbH als Grundstückseigentümerin, die durch ExxonMobil vertreten wird. Hinzukommen die zuständigen Behörden der Region Hannover.
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